"Knochenmark spenden, Hoffnung schaffen, Leben retten."
Voraussetzung für eine Knochenmark-/Blutstammzell-Spende :
1. Der Spender soll mindestens 18 Jahre und höchstens 55 Jahre alt sein.
2. Der zukünftige Spender sollte nicht an Erkrankungen von Herz, Kreislauf (einschließlich Bluthochdruck), Lunge (einschließlich Bronchialasthma), Blut, Lymohsystem, Leber, Nieren, Haut (einschließlich Allergien), Nervensystem (einschließlich Epilepsie), Zuckerkrankheit oder an Krebs leiden bzw. an solchen Erkrankungen gelitten haebn (hohes Narkoserisiko).
3. Ein zukünftiger Spender darf folgende Erkrankungen nicht durchgemacht haben bzw. zur Zeit an diesen nicht erkrankt sein:
Ansteckende Gelbsucht, Malaria, Tuberkulose, nicht ausgeheilte Geschlechtskrankheiten (z.b. Syphilis), und darf auf keinen Fall AIDS-infiziert sein.
4. Eine Einverständniserklärung und eine HLA-Typisierung des Spenders müssen vorliegen, damit die Daten des Knochenmarkspenders gespeichert werden dürfen.
Mir der Aufnahme in die Datei soll der Spender gleichzeitig seine Bereitschaft zur Weitergabe seiner HLA-Gewebsmerkmale an das Zentrale Knochenmark-Spender-Register der BRD (ZKRD) in Ulm und eine andere internationale Knochenmarkspender-Register bekunden, wobei seine persönlichen Daten mit einer Kennziffer chiffriert werden, die der Datenbank keinerlei Rückschlüsse aud die Person ermöglicht.
Erst bei einer tatsächlich bevorstehenden Spende wird der Spender um Freigabe seiner persönlichen Daten gebeten, um die Einleitung der eingehenden körperlichen und medizinischen Untersuchung und die eventuelle Knochenmarkentnahme bzw. Blutstammzellspende zu ermöglichen.
5. Spender und Empfänger müssen vollständig in ihren Gewebemerkmalen übereinstimmen.
6. Der Spender muß vollkommen gesund sein.
7. Es muß ausgeschlossen werden, daß der Spender gewisse Narkoserisiken hat. Das Narkoserisiko bei gesunden Spendern wird heute von den Anästhesisten (Narkosearzt) mit 1 : 50.000 angegeben. Um das Narkoserisiko ausschließen zu können, werde gewebeverträgliche Personen noch vor der Entscheidung Knochenmark zu entnehmen, eingehend auf ihren Gesundheitszustand untersucht.
Diese eingehende körperliche und medizinische Untersuchung, welche cirka 4 Stunden dauert, wird erst dann durchgeführt, wenn eine Knochenmark-/Blutstammzell-Spende ansteht und sämtliche Gewebeverträglichkeitsprüfungen (Blutuntersuchungen) die Übereinstimming zwischen Spender und Patient bestätigt haben.
Die Knochenmarkentnahme bzw. Blutstammzellspende wird in der Regel in einer auf diesem Gebiet erfahrenen Klinik bzw. Blutspendezentrale in der Nähe des Spender-Wohnortes vorgenommen. Der Klinikaufenthalt bei Knochenmark-Entnahme dauert ca. 1 - 2 Tage. Sämtliche Ausgaben des Spenders, einschließlich Lohn-oder Einkommensausfall werden selbstverständlich ersetzt. Für die Spende selbst wird keine Vergütung gezahlt. Der Spender ist automatisch bei der gesetzlichen vorgeschriebenen Unfallversicherung versichert.
Die Entscheidung, Spender zu werden, bedeutet nicht, daß man sich ab sofort auf eine Knochenmark-/Blutstammzell-Spende einzurichten hat.Nach bisherigen Erfahrungen wird dieser Fall höchstens bei ca. 1 von 100 bereitwilligen Spendern innerhalb der nächsten 5 - 10 Jahre eintreten. Erst im Falle einer konkreten Anfrage wird der Spender angeschrieben, erneut aufgeklärt und gefragt, ob er bereit ist, für einen bestimmten Patienten Knochenmark-/Blutstammzellen zu spenden.
Wie kann man Knochenmark-/Blutstammzell-Spender werden ?
Dauerblutspender, die im Blutzellseparations-Programm aktiv sind, haben bereits eine Gewebetypisierung. Solche Spender könnten in die Spender-Datei der jeweiligen Blutspendedienste aufgenommen weren, vorausgesetzt, sie geben dazu ihr schriftliches Einverständnis.
Sie sind als Verwandter eines Patienten oder für andere Zwecke Gewebe (HLA)- typisiert worden und möchten in die Knochenmarkspenderdatei aufgenommen werden.
Bitte legen sie der von ihnen unterzeichneten Einverständniserklärung auch die Befunde der Gewebe-Typisierungsergebnisse von ihnen bei, bzw. teilen sie mit, in welchen Institut die HLA-Typisierung durchgeführt wurde.
Falls sie nicht zu dem vorgenannten Personenkreis gehören, melden sie sich als interessierter Spender am besten beim regionalen Blutspendedienst.
Wir alle können dazu beitragen Leben zu retten, ein jeder von uns !